Wenn man in eine Sneak Preview geht, macht man sich eigentlich mehr Gedanken um den Film als um die anderen Kinobesucher im Saal. Derer gibt es meiner Erfahrung nach drei verschiedene Typen:
Besuchertyp A:
Lässt sich überraschen was da kommt und sieht sich den Film auch dann zu Ende an, wenn er absolut übelster Schrott ist. Man hat schließlich bezahlt.
Besuchertyp B:
Hat Teile des Kinoprogramms im Kopf und keine Skrupel das Kino schon vor dem Ende der Titelmelodie zu verlassen. Eine Kritik aus dem Internet gepaart mit eigenem Gespür lässt die Entscheidung nach kurzer Zeit fallen.
Besuchertyp C:
Hat im Grunde keine Ahnung und bleibt auch bei einem Film der diesem Typus nicht gefällt im Sessel kleben. Dann wird es Zeit beim Kinopublikum mit Abwesenheit von Intelligenz zu glänzen und lautstark Witze zu reissen, die in etwa so komisch sind wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung. Das dabei noch mit den Füssen an der Lehne des Vordermannes geschabt wird ist natürlich Ehrensache.
Nun ist es wohl nicht schwer zu erraten, dass es vorhin in der Sneak einige Exemplare des Typs C gab. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Klientel auch einmal erwachsen wird (FSK18 für die Sneak bezieht sich leider nur auf das biologische Alter).
Achja: Der Film hieß Oktoberfest. Nix tolles, allerdings gab es auch schon wesentlich schlechtere Filme in der Sneak.
Freitag, 26. August 2005
Angeschlichen
Montag, 15. August 2005
Konvertiert
Ich hatte noch einen ganzen Haufen aus dem TV aufgenommener Videos auf der Platte herumfliegen. Die Rips liegen im MPEG2 Format vor und da jeder Teil der Wissenschaftssendung etwa 45 Minuten dauert bedeutet das circa 450 MB pro Folge - eine denkbar ungünstige Größe um das ganze auf CD zu Brennen. Mein Plan bestand also darin die Videos ins XviD Format umzuwandeln und dabei so weit einzudampfen, dass zwei Folgen auf eine CD passen. Die beiden prominentesten Konverter unter Linux sind transcode und mencoder; viele weitere Programme setzen nur auf diesen Beiden auf. Das Problem besteht aber in der recht verwirrenden Auswahl an Parametern, Optionen und Begriffen. Im Gentoo Wiki gibt es jedoch das hervorragende Tutorial Mencoder Instruction Guide. Anhand dessen konnte ich dann schließlich mein eigenes Script bauen, dass mir das gesamte Verzeichnis in einem Rutsch konvertiert hat.
#!/bin/bash
for i in *.mpg
do
mencoder "$i" -o /dev/null -ovc xvid -oac copy -xvidencopts pass=1:bitrate=430
mencoder "$i" -o "$i".avi -ovc xvid -oac mp3lame -lameopts cbr:preset=192 -xvidencopts pass=2:bitrate=430
done
Donnerstag, 11. August 2005
Plugged-In again
Die hier angesprochene Seite bietet Tests für alle erdenklichen Browser-Plugins. Die im Web am meisten genutzen bleiben aber außen vor. Hier schaffen die Hersteller der jeweiligen Produkte jedoch Abhilfe. Für Java stellt Sun eine umfangreiche Sammlung mit lauffähigen Codebeispielen zur Verfügung. Für Flash hat Macromedia wiederrum eine eigene Testseite erstellt, die auch auf Schockwave (was es nicht für Linux gibt) hin prüft.
Geschrieben von Uwe Weissenbacher
in Linux
um
11:55
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Tags für diesen Artikel: Linux
Mittwoch, 10. August 2005
Verirrt
Freiburg ist eine Stadt der Radler. Mehr als 500 Kilometer Radverkehrsnetz und Freiburgs fahrradbegeisterte Bevölkerung haben das Fahrrad zum zweitbeliebtesten Fortbewegungsmittel werden lassen.
Quelle: Homepage der Stadt Freiburg.
So viel zur Theorie und gestern durfte ich das ganze dann in der Praxis erleben. Voller Tatendrang auf das Rad geschwungen mit dem Ziel dem Idealgewicht wieder näher zu kommen und einfach mal den Schildern nach Richtung Emmendingen geradelt. In Vöhrenbach (wenige Kilometer ausserhalb Freiburgs) dann verkündet dann plötzlich ein Schild, dass der Radweg endet. Leicht verwirrt tritt man trotzdem fest in die Pedale, denn das Schild vorher wies auf Emmendingen in 11 Kilometern hin. Dann doch wieder ein Radlerschild, dass sich aber dieses mal über das erwählte Ziel ausschweigt und stattdessen Waldkirch offeriert. Aber da man ja nicht wählerisch ist und alles nimmt, was eine angemessene Strecke verspricht schlägt man dann diese Richtung ein. Nach zwei erneuten Kilometern zeigt dann doch wieder ein Schild Richtung Emmendingen und das ursprüngliche Ziel wird wieder ins Visier genommen. Der Rest bis Emmendingen läuft dann erstaunlicherweise wie geschmiert auf einem schnurgeraden Weg an der Elz entlang (wirklich tolle Strecke).
Nach der Ankunft dann eine Kehrtwende und wieder zurück Richtung Freiburg und da Freiburg die größte Stadt in der Gegend ist steht sie natürlich auf jedem Schild (dachte ich jedenfalls)! Emmendingen-Wasser muss Freiburg jedoch diesem Rang abgelaufen haben, denn anscheinend ist nur dieser Ort einer Beschilderung würdig. Aber nicht verwirren lassen und immer der Nase und dem (bei Männern zum Glück gut ausgeprägten) Orientierungssinn nach was dann doch bis hin zu Denzlingen (direkt vor den Toren Freiburgs) führt. Doch auch hier ist das vorgesehene Ziel nicht ausgeschildert und der Glaube an die Planer dieses "Radverkehrsnetzes" schwindet stetig.
Mit viel Glück fand ich Gundelfingen und die vorhande Ortskenntnis wies den Weg zurück in die schattenspendende Wohnung. Auf den letzten 5-6 Kilometern misst man auch dem Satz "Quäl dich, du Sau" von Jan Ulllrich eine ganz neue Bedeutung zu. Die Oberschenkel machen jeden Tritt zur Qual und das gesetzte Ziel immer über 20 km/h zu bleiben zur schmerzerfüllten Hölle. Zuhause ist die Tortour aber dann vergessen und der Stolz ob der geschafften Strecke überwiegt die Schmerzen (die nach zwei Stunden auch wieder fast vollständig verschwunden waren). Vielleicht sollte ich mir doch eine Karte kaufen.
Geschrieben von Uwe Weissenbacher
in (No)Sports
um
23:06
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Tags für diesen Artikel: Freiburg
Eingenebelt
Ja ich habe mich in letzter Zeit wieder vor dem Bloggen gedrückt. Wovor ich mich aber bisher nicht gedrückt habe ist der Sport mit dem eisernen Willen eine 6 als erste Zahl auf der Waage zu erreichen.
Manchmal lauern allerdings Angriffe auf diese Motivation, wo man sie nicht ewarten würden. Gerade die letzte Steigung auf meiner Hausstrecke in Freiburg genommen und locker nach unten getrabt um den Puls wieder in seine Schranken zu weisen. Dann melden die scharfgestellten Lauscher: Fahrradverkehr von hinten, also wird hübsch am rechten Wegesrand gelaufen.
Es ist eine Radfahrerin die an mir vorbeirauscht und während ich mit tiefen Zügen (sportmedizinisch korrekte Nasenatmung seit kurzem) die Luft einsauge merke ich, dass sich gerade etwas geändert hat. Eine süßlich beißende Wolke hat sich gebildet und schickt sich an mir die Bronchien zu verätzen. Offensichtlich hatte da jemand das Parfüm und den Wasserhahn verwechselt. Um es noch einmal klarzustellen: es war freie Natur, kein geschlossener Raum; sie war auf dem Fahrrad unterwegs und ist einen Abhang heruntergefahren, war also verhältnismässig schnell.
Also geht mein Aufruf an alle, die der Überzeugung sind Parfüm sei eine gute Alternative zur Körperhygiene. Dem ist nicht so und weniger ist hier wirklich mehr. Nicht nur der nächste Jogger wird es danken sondern (und das wage ich mir nicht einmal vorzustellen) auch Personen die sich mit solchen Leuten in geschlossenen Räumen aufhalten müssen.
Zeiten für die die Hausstrecke der letzten Tage (ja ich ich messe in letzter Zeit mit, um die Motivation hochzuhalten):
45:16
44:20
40:49
42:00
41:38
Manchmal lauern allerdings Angriffe auf diese Motivation, wo man sie nicht ewarten würden. Gerade die letzte Steigung auf meiner Hausstrecke in Freiburg genommen und locker nach unten getrabt um den Puls wieder in seine Schranken zu weisen. Dann melden die scharfgestellten Lauscher: Fahrradverkehr von hinten, also wird hübsch am rechten Wegesrand gelaufen.
Es ist eine Radfahrerin die an mir vorbeirauscht und während ich mit tiefen Zügen (sportmedizinisch korrekte Nasenatmung seit kurzem) die Luft einsauge merke ich, dass sich gerade etwas geändert hat. Eine süßlich beißende Wolke hat sich gebildet und schickt sich an mir die Bronchien zu verätzen. Offensichtlich hatte da jemand das Parfüm und den Wasserhahn verwechselt. Um es noch einmal klarzustellen: es war freie Natur, kein geschlossener Raum; sie war auf dem Fahrrad unterwegs und ist einen Abhang heruntergefahren, war also verhältnismässig schnell.
Also geht mein Aufruf an alle, die der Überzeugung sind Parfüm sei eine gute Alternative zur Körperhygiene. Dem ist nicht so und weniger ist hier wirklich mehr. Nicht nur der nächste Jogger wird es danken sondern (und das wage ich mir nicht einmal vorzustellen) auch Personen die sich mit solchen Leuten in geschlossenen Räumen aufhalten müssen.
Zeiten für die die Hausstrecke der letzten Tage (ja ich ich messe in letzter Zeit mit, um die Motivation hochzuhalten):
45:16
44:20
40:49
42:00
41:38
Dienstag, 2. August 2005
Rauschen
Als ich mir den meinen neuen Rechner in Betrieb genommen hatte, war ich zunächst etwas enttäuscht. Trotz der konsequenten Auswahl leiser Komponenten wo es nur ging und einer einer Schalldämmung kam er mir doch recht laut vor.
Nachdem ich Gentoo komplett aufgesetzt hatte, installierte ich noch auf einer kleinen Partition Windows. Dort staunte ich nicht schlecht, als es nach Installation der Mainboardutilities auf einmal ruhiger wurde. Die größte Lärmquelle, der Boxed Athlon64 Lüfter konnte offensichtlich gesteuert werden. Jetzt bestand die Herausforderung darin das ganze auch unter Linux zum Laufen zu bringen.
"Rauschen" vollständig lesen »
Nachdem ich Gentoo komplett aufgesetzt hatte, installierte ich noch auf einer kleinen Partition Windows. Dort staunte ich nicht schlecht, als es nach Installation der Mainboardutilities auf einmal ruhiger wurde. Die größte Lärmquelle, der Boxed Athlon64 Lüfter konnte offensichtlich gesteuert werden. Jetzt bestand die Herausforderung darin das ganze auch unter Linux zum Laufen zu bringen.
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