Heute etwas, dass mich schon mehrfach in den Wahnsinn getrieben hat, bis ich die Ursache und damit auch die Problemlösung gefunden habe. Firefox schlägt beim Download einer Datei immer ein Programm vor mit dem man die Datei öffnen kann. Dumm nur, wenn die vorgeschlagene Applikation nicht die gewünschte ist und man das Wunschprogramm jedes mal erneut von Hand auswählen muss. Dabei hält sich Firefox (wie andere GTK Anwendungen auch) an einen
Standard, der aber leider noch nicht flächendeckend eingesetzt wird (KDE zum Beispiel benutzt ein eigenes System um Programme mit Mime-Typen zu verbinden). Die ganze Geschichte beginnt im Verzeichnis /usr/share/applications/ in dem jede Anwendung eine Datei ablegt, die beschreibt wie sich die Applikation in das System einbindet. Daraus wird zum einen (je nach Windowmanager) das Startmenü und zum anderen mittels update-desktop-database die Datei /usr/share/applications/mimeinfo.cache generiert. Und genau diese legt dann das systemweite Verhalten fest.
Das verbreitete Windows Video Format wmv (Windows Media Video) hat bei mir zum Beispiel folgenden Wert:
video/x-ms-wmv=totem.desktop;mplayer.desktop;
Also hat der Totem-Media-Player den Vorzug gegenüber dem mplayer, was natürlich ein Unding ist ;-). Selbstverständlich kann man die Reihenfolge umdrehen, allerdings wird diese Änderung mit einem Lauf von update-desktop-database wieder überschrieben. Und da Portage dieses Dienstprogramm nach der Installation bestimmter Pakete ungefragt aufruft scheidet diese Alternative von vorneherein aus (wenn jemand weiss wie man update-desktop-database feste Vorgaben bezüglich der Reihenfolge machen kann, möge er mir dies mitteilen). Also bleibt noch die Möglichkeit es auf User-Basis zu konfigurieren. Die dazugehörige Datei heisst $HOME/.local/share/applications/mimeinfo.cache und kann, sofern sie noch nicht existiert, aus /usr/share/applications/ kopiert werden. Die hier gemachten Änderungen werden dann nicht mehr automatisch überschrieben.
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